Tunesien: Strandstellplätze in Hammamet
Am tunesischen Sandstrand von Hammamet gibt es genug Wohnmobilstellplätze, aber irgendwas ist eben immer.
Stellplatz am Yachthafen von Yasmine Hammamet
Die Künstlerkolonie Sidi Bou Saïd ist ja ganz nett, aber eine Übernachtung in Tunis ist mir ein bisschen zu anstrengend. Fahre also auf der Autobahn mit sehr überschaubaren Mautgebühren noch ein Stück nach Süden. In Hammamet trifft die Autobahn auf den ewigen tunesischen Sandstrand. Und obwohl Hammamet und noch viel mehr das etwas südlichere Yasmine Hammamet lupenreine Touristenorte sind, bietet der Yachthafen einen völlig leeren Parkplatz.
Dazu ist Yasmine Hammamet im März trotz der vielen Hotels und Touristenattraktionen völlig ruhig. Fast schon ausgestorben.
Gehe also nach einem Kontrollrundgang davon aus, dass man am Hafen von Yasmine Hammamet recht kommod übernachten kann. Und auch der Yachthafen selbst ist im Sonnenuntergang recht hübsch. Mag Segelboote.
Punkt 7 Uhr bin ich draußen und mache ganz allein meinen gewohnten Morgenspaziergang. Schön geht anders, aber zumindest stört einen auf dem Stellplatz am Yachthafen von Yasmine Hammamet niemand.
Yasmine Hammamet ist ja ein übler Touristenort und besteht nur aus Hotelanlagen und ein bisschen touristischer Infrastruktur. Die Altstadt von Hammamet soll laut Reiseführer besser sein, liegt aber am anderen Ende der Bucht und ist zu weit für einen Spaziergang.
Und obwohl in der Stadt, auf dem Parkplatz und am Yachthafen tote Hose ist und auch die beiden Piratenboote nir so vor sich hin dümpeln, hat mich doch schon ein Kameltreiber entdeckt und bietet seine Dienste an. Genau genommen sind es ja Dromedare, aber nee, auf den Reitquatsch hab ich keinen Bock.
Bin sowieso gerade etwas antriebslos und gehe nicht mal baden. Schaffe es gerade so, das Sandblech vom Heckträger auf den Dachträger umzulagern. Mal abgesehen davon, dass das Sandblech am Heck das Nummernschild verdeckt hat, sieht das einfach nicht aus.
Stellplatz am Südstrand von Yasmine Hammamet
Irgendwie ist Sandstrand ohne Sonne und blauen Himmel nicht so toll. Und der Stellplatz am Yachthafen ist mir auch zu zentral. Komme mir inmitten der Hotelanlagen mit Achterbahn und allem Pipapo ziemlich fremd vor. Aber ganz am Südende von Yasmine Hammamet ist es besser.
Bin noch gar nicht aufs Sandfahren eingerichtet und bleibe auf dem letzten Stück Asphalt neben den Hotels stehen.
Die wilden Hunde sind ganz umgänglich und bewachen den Bus. Dazu kommt langsam der blaue Himmel durch. Also richtig schön anbaden.
Pauschal am Strand
Trotzdem ist so ein Strandstellplatz neben einer Hotelanlage nichts für den ganzen Tag, schon gar nicht in Hammamet. Bisschen südlicher gibt es da wesentlich bessere Strandstellplätze.
Schönheit liegt aber im Auge des Betrachters, denn genau genommen stejt das Wohnmobil zwischen Müllkippe und Strand. Irgendwas ist eben immer.
Aber ich bin ja jetzt im Prinzip auch Organisator einer All-inclusive-Pauschalreise und muss da bisschen was bieten. Hab sogar extra neue Keramikteller gekauft. Die sind nicht nur haptisch angenehmer als das Campingzeug, sondern lassen sich im Küchenschrank besser stapeln. Da ist nun soviel Platz, dass ich auch nach drei Wochen Reisezeit deutsche Rostbratwürstchen anbieten kann. Selbst Kartoffeln und Zwiebeln sind noch Importware.
Aber eigentlich will ich das alles gar nicht. Ich will in die Wüste. Heiß wird es so langsam, der Sand ist auch schon da, aber ein Stück ist es noch bis zum Tembaine.
Und es gibt natürlich keine Pauschalbusrundreise durch Tunesien ohne eine Besichtigung der alten Medina von Kairouan.














